Letzte Woche atmeten Goldinvestoren auf, als Handelsmanöver in den „Nebenzeiten“ zu einem sogenannten „Mini-Flash-Crash“ führten. Im Laufe der Woche legte Gold im Wesentlichen eine $100-Rundreise zurück. Zuerst handelte es von seinem aktuellen Niveau bis auf $1675 herunter und erholte sich dann bis zum Ende der Woche wieder vollständig. Heute notiert Gold bei $1790.
Hier ist ein Wochenchart, der die $100-Rundreise des Goldes grafisch in Form eines sehr langen unteren Schattens auf der Candlestick-Kerze zeigt, die die große Handelsspanne der letzten Woche darstellt:

Der Wochenchart für Gold zeigt deutlich eine gute Unterstützung an der Basis der Ichimoku Cloud bei $1675/$1680. Wir sehen, dass der MACD im Rückgang ist, nachdem er im November 2020 gekreuzt hat. Damit Gold einen weiteren Versuch unternimmt, über $2050 zu handeln, ist es notwendig, dass der MACD kreuzt und positiv wird, wobei die Signallinie über der Triggerlinie liegt.
Es wäre auch vorzuziehen, dass dieser zukünftige MACD-Crossover, falls er auftritt, oberhalb der Nulllinie stattfindet, wie im Chart gezeigt.
Die Trenddynamik ist immer noch positiv, aber im Wesentlichen „flach“.
Der Goldpreis befindet sich nun in einer sehr klaren Position auf dem Wochenchart in Bezug auf den Preischart und die Ichimoku Cloud. Die Bedenken, die wir haben, lassen sich besser veranschaulichen, indem wir einen Schritt zurücktreten und einen 14-Jahres-Chart anstelle eines Charts verwenden, der nur fünf Jahre zurückblickt.

Hier sehen wir einen robusten und stetigen Anstieg des Goldpreises von einem Tief im Jahr 2008 zu einem Hoch im Jahr 2011. Darauf folgte ein Rückgang des Goldpreises, der das Jahr 2012 innerhalb der Ichimoku Cloud verbrachte. Dann, Anfang 2013, verließ der Preis die Ichimoku Cloud, und ein langer, mehrjähriger Rückgang folgte.
Wir stellen die Ähnlichkeit des wöchentlichen Chartmusters zwischen damals und heute fest.
Aus diesem Grund werden wir den wöchentlichen Goldchart genau im Auge behalten, während wir das Jahr 2021 abschließen und in das Jahr 2022 eintreten.
Zusammenfassung und Fazit
Viele Faktoren tragen zur Bestimmung des Goldpreises bei.
Der wöchentliche Goldpreis konsolidiert all diese Faktoren in einem einzigen Punkt: dem Freitagschlusskurs. Vor einigen Wochen sahen wir eine große Lücke zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs für Gold innerhalb eines einwöchigen Intervalls. Dies liegt daran, dass der Wochenchart sich nicht um die „Reise“ kümmert, sondern vielmehr das „Ziel“ betrachtet.
Zuvor präsentierten wir einen ungewöhnlich aussehenden Chart, in dem wir einen Punkt oberhalb des Tiefs auswählten (wir wählten $1350 statt $1050), weil wir das Zeitintervall untersuchen wollten, in dem Gold gehandelt wurde, nachdem es aus einem Niveau ausgebrochen war, das es sechs Jahre lang in Schach gehalten hatte. Wenn wir ein Fibonacci-Retracement vom Tief ($1350) zum Hoch ($2050) nehmen, sehen wir, dass ein 50%-Retracement am unteren Niveau der Ichimoku Cloud liegt, das wir derzeit bei $1680 beobachten.
Sollte Gold unter $1680 fallen und weiter sinken, werden wir zu einer standardmäßigeren Fibonacci-Analyse zurückkehren und $1050 als unser Tief und $2050 als das Hoch verwenden.
-John Top, der technische Händler

