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Trend steigender Stellenangebote Eine echte Herausforderung für Arbeitgeber

Eine merkwürdige Veränderung vollzieht sich auf dem Arbeitsmarkt – und sie könnte zu noch mehr Inflation führen.

von Equedia
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Trend steigender Stellenangebote Eine echte Herausforderung für Arbeitgeber

Eine merkwürdige Veränderung vollzieht sich auf dem Arbeitsmarkt.

In Ermangelung starker Gewerkschaften und eines „Bedürfnisses zu arbeiten“ sind die heutigen Arbeitssuchenden zunehmend optimistisch geworden, wenn sie eine Beschäftigung in Betracht ziehen, die ihren Bedürfnissen entspricht. Es gibt mehr Arbeitsplätze als Arbeitskräfte, um sie zu besetzen. Trotz des negativen Hintergrunds von COVID kann man also optimistisch sein, dass der richtige „Job“ da draußen ist.

Es ist sehr interessant festzustellen, dass die Bedürfnisse vieler Arbeitnehmer über das „Endergebnis“ hinausgehen. Dies ist eine andere Generation als die, die ihnen vorausgingen. Sie leben nach dem Credo „Job muss gleich Glück sein.“

Hier ist eine Grafik des US Bureau of Labor, die einen Anstieg der Stellenangebote zeigt:

US Bureau of Labour Ståats

Es gab eine Zeit in den 1980er Jahren, als ein Aufkleber auf teuren Sportwagen auftauchte: „Wer mit den meisten Spielsachen stirbt – gewinnt.“ Millennials verspotten diese Aussage. Warum sollte ein Mensch wissentlich „sein Leben verschwenden“ in einem Job, den er nicht mag, mit Menschen, mit denen er nicht auskommt – alles für ein besseres Auto, Kleidung, Uhren und die feineren Dinge im Leben.

Arbeitgeber im Silicon Valley haben möglicherweise ein Arbeits-/Lebensumfeld für ihre „Techies“ geschaffen, das andere Unternehmen einfach nicht nachahmen können. Die Obst- und Joghurt-Snackbars, Fitnessräume und offenen Entspannungsbereiche passen nicht gut zu Fabrikarbeitern, deren „Toilettenpausen“ überwacht werden.

Da COVID beginnt, endemisch statt pandemisch zu werden, müssen die Arbeitnehmer in ihre früheren Positionen zurückgelockt werden. Eine implizite Voraussetzung für Wirtschaftswachstum ist der Zugang zu einem Arbeitskräftepool, der neue, durch zusätzliche Nachfrage geschaffene Positionen besetzen kann.

Es bleibt eine offene Frage, was nötig sein wird, um die nordamerikanische Arbeitskraft auf das Niveau vor der Pandemie und darüber hinaus zurückzubringen.

In Kanadas östlicher Provinz New Brunswick wurde der Mindestlohn um 2 Dollar pro Stunde erhöht, die größte Erhöhung seit 40 Jahren.

Kleine Unternehmen beklagen bereits, dass andere inflationäre Drücke die Margen eingeengt haben und dass eine Lohnerhöhung die Situation nur noch verschlimmern würde.

In jüngster Zeit gab es einen erheblichen Anstieg der Immobilienpreise. Dies hat die Einstellung von Personal erschwert. Warum?

Für die wenigen Millennials, die weiterhin versuchen, Vermögenswerte durch ein Arbeitsleben aufzubauen, ist der Besitz eines Eigenheims gerade noch schwieriger geworden. Es ist ein vernichtender Schlag, zu sehen, wie das „Traumhaus“ um 20 % unerschwinglicher wird.

Das Vereinigte Königreich hat gerade das Ende vieler COVID-bedingter Beschränkungen angekündigt. Es wird eines der ersten Länder sein, das „wieder zur Arbeit zurückkehrt“.

Hier in Nordamerika hat die Bankenbranche einige „Fehlstarts“ bei der Rückholung von Mitarbeitern ins Büro erlebt, aber sie wird zu den ersten gehören, die wieder zum normalen Geschäftsbetrieb übergehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein zunehmender Inflationsdruck ein natürliches Ergebnis von COVID sein wird, wenn man alles berücksichtigt und darüber nachdenkt.

Unbeabsichtigte Folgen sind am schwierigsten vorherzusagen. Wer hätte gedacht, dass eine zweijährige „Pause“ der Wirtschaft zu Arbeitskräftemangel führen würde?

Doch hier sind wir. „Hilfe gesucht“-Schilder sind in der „neuen Wirtschaft“ allgegenwärtig.

Beschäftigung ist zu einer Verhandlung geworden. Das war früher nie der Fall. Wenn man den Job wollte, nahm man ihn. Heute scheuen sich Arbeitnehmer nicht, zu definieren, was sie von der Arbeit erwarten. Inklusivität, selbst auf sehr niedrigen Ebenen, ist eine wichtige Überlegung. Jeder möchte Teil von etwas sein, egal wie klein dieses „etwas“ ist…

Vielleicht ist eine weitere unbeabsichtigte Folge von COVID, dass es vielen Menschen die Möglichkeit zu tiefer Selbstreflexion gegeben hat. Haben genügend Menschen ihre Erfahrungen, die sie währenddessen gemacht haben, so verarbeitet, dass sie einen „besseren Job“ fordern?

Der Schlagwort für die nächsten Jahre wird sein:

„Work-Life-Balance.“

Und COVID hat die Waage in Richtung Leben gekippt.

Was passiert, wenn weniger Menschen arbeiten, aber mehr konsumiert wird?

Die Antwort scheint ganz einfach: höhere Preise.

– John Top

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