Fernsehen und Internet sind plötzlich erfüllt von Wörtern, die vor wenigen Monaten noch nicht existierten: Rezession, Depression, Crash – Sie verstehen, worauf ich hinaus will.
Der massive Aufbau passiver Investitionen über ETF’s ähnelte dem unstillbaren globalen Finanzhunger nach mortgage-backed securities vor 2008. Die Ausgangslage ist im Wesentlichen dieselbe. Viel zu viele Anleger wollen das „Gleiche“ – ein Finanzprodukt, das die Vorstellung beinhaltet, dass „Risiko“ durch Diversifikation – im Wesentlichen durch Indexierung – weitgehend eliminiert werden kann. Dieses Konzept war 2008 falsch, und es erweist sich heute erneut als falsch.
Passive Investitionen bedeuten, dass der Fokus auf Liquidität und Handel liegt, anstatt auf Vermögensqualität und Management. Diese Form der Investition bedeutet auch, dass Anleger im Grunde das Investieren in ein Unternehmen über öffentliche Angebote oder Privatplatzierungen „umgehen“.
Investierte Gelder fließen durch „den Aktienmarkt“, aber niemals durch die Unternehmenskasse.
Die Struktur eines ETF garantiert, dass die Anteile, die an einem einzelnen Bestandteilunternehmen des ETF gehalten werden, lediglich ein kleiner Teil eines größeren Ganzen sind. Folglich besteht eine sehr schwache Beziehung (wenn überhaupt) zwischen dem Unternehmen und den Managern des ETF. Und, was noch wichtiger ist, keine Beziehung zwischen dem Anleger, der den ETF hält, und den Bestandteilunternehmen desselben.
Nun haben wir eine Situation, in der Anleger in einen plötzlich illiquiden Markt „verkaufen“ und massive Verluste erleiden.
Warum ist das also ein „Pfadfinder-Markt“?
Wir alle erinnern uns an das Pfadfinder-Motto: „Sei bereit.“
Vielleicht erinnern sich einige der älteren Generationen an den Satz: „Erfolg ist, wo Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“
Die aktuelle Lage am Aktienmarkt ist eine generationenübergreifende Chance für diejenigen, die vorbereitet sind. Und wen genau meine ich damit?
Diese Zeit wird als die Zeit der „Stock Pickers“ bekannt werden.
Das Konzept der Diversifikation durch Indexierung war im letzten Jahrzehnt ein „Kinderspiel“ für den Anlageerfolg. Investieren hätte nicht einfacher sein können – passiv investieren, bei Rückgängen kaufen, niemals verkaufen.
Diese Tage sind vorbei.
Bedauerlicherweise erfordert Investieren nun ein „Gehirn“, um den Unterschied zwischen Chance und Gefahr zu erkennen. Ein Teil der Verwirrung auf dem Markt in den letzten Wochen zeigt deutlich, dass viele „Asset Manager“ in zweierlei Hinsicht versagen; sie sind nicht vorbereitet, und sie können Chancen nicht erkennen.
Es ist auch offensichtlich, dass es immer noch einige „altmodische“ – „so machen wir das“ – Pfadfinder-Investoren gibt, die eine wahrhaft generationenübergreifende Chance nutzen. Dies sind die „Stock Pickers.“
Investitionsentscheidungen werden getroffen, wenn die Gewissheit der Chance die Unsicherheit des Risikos überwiegt. Wenn Sie kein Stock Picker sind, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, einen zu finden – sie sind endlich ihr Gewicht in Gold wert.
-John Top

