Da die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt fallen, könnte ein Abkommen zwischen Russland und Saudi-Arabien zwei Millionen Barrel pro Tag vom Markt nehmen.
Vor weniger als zwei Jahren lag ein Barrel Öl bei über 100 US-Dollar. Seitdem ist der Preis auf rund 30 US-Dollar gefallen.
Das ist die Wirtschaftsgeschichte. Aber es ist auch eine politische Geschichte.
Das letzte Mal, dass die Ölpreise so tief fielen und dort blieben, war in den 1980er Jahren, als die Sowjetunion zusammenbrach.
Einige Russen sehen die Geschichte sich wiederholen. Im Kreml ist von einer von den USA geführten Verschwörung und einem Wirtschaftskrieg der NATO die Rede.
Fünfzig Prozent der russischen Staatseinnahmen stammen aus Öl und Gas. Für jeden Dollar, den der Ölpreis fällt, verliert Russland rund 2 Milliarden US-Dollar an Einnahmen.
Nicht nur Russland bekommt die Auswirkungen zu spüren.
Saudi-Arabien und andere Länder des Nahen Ostens haben ihre Einnahmen drastisch gekürzt gesehen, haben aber mit niedrigeren Produktionskosten mehr Spielraum.
Eine Produktionskürzung würde die Preise in die Höhe treiben, aber können Russland und die OPEC ihr gegenseitiges Misstrauen überwinden und ein Abkommen schließen?
Moderator – Peter Dobbie
Gäste:
Anastasia Nesvetailova – Politökonomin, City University, London
Sean Evers – Gulf Intelligence Oil, Dubai
Mikhail Krutihin – RusEnergy Consulting, Moskau

